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Von Heike Pfaff

Berliner Wirtschaft, 12/2003

Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben ausgezeichnet

Im Rahmen einer Feierstunde haben der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und die IHK Berlin am 24. November vier Berliner Schulen ausgezeichnet Im Bei­sein des VBKI-Präsidenten Klaus von der Heyde und des IHK-Präsidenten Werner Gegenbauer wurden Preisgelder von insgesamt 12000 € vergeben.
Der Wettbewerb, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand, hatte das Ziel, Kooperationsprojekte  zwischen  Schulen und Betrieben nachhaltig zu unterstützen. Teilnehmen konnten alle allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe I. Damit ergänzt dieser Wettbewerb das erfolgreiche IHK-Projekt „Schule und Betrieb".

,,Die Jury hat besonders Partnerschaften ausgezeichnet, die Phantasie und Engage­ment beinhalten und künftigen Projekten als Vorbild dienen können", begründete Dr. Thomas Guth, Vorstand der Dr. Joachim Schmidt Industriebeteiligungen AG, die Entscheidung der Juroren.

Der erste Preis, dotiert mit 5000 €, ging an die Bettina-von-Arnim-Oberschule aus dem Märkischen Viertel für die breit aufge­stellte Kooperation mit dem FahrstuhlhersteIler Otis in Reinickendorf. 50 Lehrer und 500 Schüler haben die Zusammenarbeit mit Leben erfüllt, z. B. durch Teilnahme am Tag der offenen Tür, dem Betriebssportfest und an den ,,Reinickendorfer Wirtschaftstagen" - um nur einige von vielen Aktivitäten zu nennen. Kooperation wird in dieser Part­nerschaft praktisch gelebt: Otis-Azubis beraten die Schüler eines Jahrgangs, Lehrer nehmen am Assessment teil, Schüler fertigen Collagen an mit Motiven aus der Otis­-Produktion und stellen diese in der Firma aus. Insgesamt eine beeindruckende Liste, die die Bettina-von-Arnim-Oberschule zur eindeutigen Siegerin hat werden lassen.

Den zweiten Platz (3000 €) vergab die Jury an die Heinrich-von-Stephan-Ober­schule in Moabit für ihre erfolgreiche Kooperation mit der AEG-Signum und für ihre eigene Schülerfirma.

Die  Werner-Stephan-Oberschule  aus Tempelhof erhielt als Drittplazierte ein Preisgeld von 2000 €. Prämiert wurde hier die gute Zusammenarbeit mit Daimler Chrysler mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung für Schüler.

In diesem Jahr vergab die Jury zudem einen Sonderpreis von 2000 € an die Waldorfschule aus dem Märkischen Viertel. Die Schule betreibt seit sieben Jahren mit großem Erfolg eine Schülerfirma mit Gewinnerzielungsabsicht,  die  ,,Steinbrücke GbR mbH“. Mit dem Gewinn aus dem Handel mit Edelsteinen unterstützt die Schule soziale Projekte, im wesentlichen eines für Straßenkinder in Madagaskar.

Die breite Palette der an diesem Abend vorgestellten Aktivitäten zeigte  einmal mehr, wie motivierend und produktiv eine aktive Kooperation für beide Partner sein kann - ein Ansporn sicher vor allem für die anwesenden Schülerinnen und Schüler, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.