Gedenkpostkarte zum 100. Todestag
Heinrich von Stephan gilt zu Recht als der Begründer und Organisator einer modernen Post in Deutschland. Seiner Tatkraft und Initiative verdankt es die Post, dass praktisch alle modernen Techniken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Post eingesetzt wurden, Die Erfindung der Eisenbahn wurde sofort für den Posttransport nutzbar gemacht, wie später auch der Schiffsverkehr, und damit war auch der Gedanke der Luftpost nicht mehr fern. Auf der anderen Seite wurde das moderne Telegrafenwesen von Stephan als zweites Standbein der Kommunikation aufgegriffen. Seine bleibenden Beiträge zur Modernisierung der Post waren ebenso volkstümlich wie praktisch. Für die kurze Verständigung führte er beispielsweise das Postblatt - bald als "Correspondenz-Karte" bekannt - die Vorgängerin der heutigen Postkarte, ein.
Viel bedeutsamer und von historisch bleibenden Wirkungen war sein Engagement für die Regelung der internationalen Zusammenarbeit der Postverwaltungen bei der Briefbeförderung. Sein Weitblick legte das Fundament für die Entstehung des Weltpostvereins und die für damalige Zeit bahnbrechenden Ideen einer weltweiten Zusammenarbeit der Postverbindungen.
Heinrich von Stephan machte die Post in Deutschland zu dem maßgeblichen Faktor der Logistik und der Telekommunikation.
Kein geringerer als der erste Bundespräsident Prof. Theodor Heuss schreibt über Heinrich von Stephan als der Bismarck der Post.

