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Das Ehrengrab Heinrich von Stephans befindet sich auf dem Dreifaltigkeits-Friedhof in Berlin-Kreuzberg

LEBENSLAUF UND LEBENSWERK

Heinrich-von-Stephan 1831- 1897    

1831       Geboren in Stolp/Pommern (07. Januar )
1848       Eintritt in den Dienst der Post als "Schreiber" (20. Februar)
1865       Denkschrift zur Einführung eines Postblattes (Postkarte),  vorgelegt der 5. Deutschen Postkonferenz in Karlsruhe
1870       Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes (26. April)
1871       Denkschrift zur Einberufung eines allgemeinen Postkongresses
1871       Verbesserung des Postdienstes auf dem Lande durch Einrichtung von Postagenturen
1871       Beginn einer einheitlichen Postorganisation im Deutschen Reich
1872       Verfügung über die Gründung eines Postmuseums
1874       Unterzeichnung des Allgemeinen Postvereinsvertrags in Bern (ab  1878 Weltpostverein)
1875       Eisenbahngesetz über die Zusammenarbeit zwischen Post und Bahn
1876       Vereinigung von Post und Telegraphenwesen. Erstes Telefonkabel  von Berlin nach Halle. Ausbau der Telekommunikation
1876       Generalpostmeister
1880       Staatssekretär des Reichspostamtes (23. Februar)
1882       Schaffung von Reichspost-Dampferlinien
1887       Errichtung der ersten Postanstalten in den deutschen "Schutzgebieten" in Afrika und in der Südsee
1891       Aufnahme des Seepostdienstes zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika (31. März)    
1897       Gestorben in Berlin (8. April)

Heinrich von Stephan (1831-1897), das achte Kind eines Schneiders und Gastwirts aus Stolp in Pommern, wird zu Recht als der Begründer und Organisator der Reichspost angesehen. Nicht ohne Grund nannte man ihn den >Post-Bismarck<, allein schon wegen seiner recht autokratischen Arbeitsweise wie auch wegen seines stets guten Verhältnisses zu Bismarck. Jeder Postbeamte oder Angestellte wurde lange Zeit >Stephans-Jünger<  genannt. Sein selbstherrliches Auftreten und sein stetes Betonen des Friedensgedankens machten ihm viele Feinde. Oft musste ihn Bismarck, dem er lange unmittelbar unterstand, gegenüber dem Kaiser und anderen Ressorts verteidigen. So erhielt er auch erst 1885 den erblichen Adel. Seine größte Leistung war 1878 das Zustandebringen des Weltpostvereins. Anfangs leitete Stephan das Generalpostamt als Teil des Reichskanzleramtes. 1880 wurde er dann Staatssekretär des selbständigen Reichspostamtes.

Er starb 1897 und wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I in Berlin-Kreuzberg beigesetzt.

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