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Auswirkungen auf die Unterrichtsgestaltung

Einzelne Kollegen arbeiteten gemeinsam an der Planung und Durchführung von Unterricht. Erste Versuche, u. a. mit der Freiarbeit (nach Freinet) und mit Gruppenarbeit, brachten zwar keine signifikanten Verbesserungen bei den Lernergebnissen, wohl aber eine deutliche Verbesserung im sozialen Miteinander.
Viele Veränderungen im Zuschnitt der Unterrichtsinhalte als auch in den Methoden wurden durch einfache statistische Verfahren auf ihre Wirksamkeit überprüft. Schon seit Anfang der 80iger Jahre wurden systematisch Lernfortschritte in Mathematik und Deutsch in vielen Klassen gemessen. Zur damaligen Zeit war dies nicht üblich und die Kollegen/innen standen zum Teil auch innerhalb des Kollegiums, aber  besonders stark bei Besuch von außen dafür in der Kritik („Fliegenbeinzähler“). Durch dieses Verfahren wurden  Inhalte und Methoden immer wieder so angepasst, dass man möglichst gute Unterrichtsergebnisse für alle Schüler/innen erreichte. Dies wurde zunehmend allen Kollegen in der Schule deutlich und ab da gehörten statistische Verfahren bis heute zum schulischen Alltag, insbesondere in den 7. + 8. Klassen. Die Erfahrung, dass gemeinsame Absprachen notwendig sind, wurde noch dadurch verstärkt, dass wir schon frühzeitig alle verfügbaren Stunden in den Unterricht steckten, was es uns ermöglichte auch stundenweise zu zweit im Unterricht zu sein.

Ab 1990 bekamen wir zusätzliche Lehrer, die den Anteil der Stunden erhöhten, in denen wir gemeinsam unterrichten konnten. Schon bald setzten wir zwei gleichberechtigte Klassenlehrer/innen pro Klasse ein, die dann  möglichst viel Unterricht in ihrer Klasse hatten.
Der Versuch der Abwendung vom Fachlehrerprinzip bestand seit Mitte der 70iger Jahre. Wir unterrichten nämlich Schüler/innen und keine Fächer!
Viel gemeinsamer Unterricht veränderte das Lehrerbild entscheidend, machte eine erhöhte Absprache auch sachlich notwendig. Feste, für alle Kollegen/innen  verbindliche Absprachetermine wurden eingeführt.
Dies alles führte zwar zu einer höheren zeitlichen Belastung als in anderen Schulen, jedoch  vor allem zu einer nervlichen  Entlastung.