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Teilnahme an der „Pilotphase der Gemeinschaftsschule“

Wir haben uns mit Zustimmung der Schulkonferenz entschieden, an der Pilotphase des Berliner Schulversuches der Gemeinschaftsschule teilzunehmen:
"Die Gemeinschaftsschule als Pilotprojekt wurde im Schuljahr 2008/2009 mit zunächst elf Schulen eingerichtet. Die Gemeinschaftsschule hat das Ziel, mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit durch längeres gemeinsames Lernen und eine optimale Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Eine maximale Lern- und Leistungsentwicklung wird durch differenzierende Lernangebote und den Ganztagsbetrieb ermöglicht. Die Gemeinschaftsschulen führen zu allen Schulabschlüssen." (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft)

Unsere Begründung:

Im Schulprogramm der Schule gibt es eine Vielzahl von Hinweisen, die den bisher beschriebenen Zielen einer Gemeinschaftsschule entsprechen u. a. die Leitziele der Schule, der Wunsch Ganztagsschule und das Bestreben eine Schule von 1 bis 10 zu werden.

Unsere bisherige pädagogische Praxis entspricht in vielen Punkten schon den beschriebenen Zielen einer Gemeinschaftsschule. Dies wären z. B. der Verzicht auf das Sitzenbleiben, der Verzicht auf das Abschulen, der Verzicht  auf eine äußere Leistungsdifferenzierung (bis auf wenige Ausnahmen).

Das Kollegium hat eine langjährige Erfahrung mit pädagogischen Reformprozessen, die immer aus der Schule („von unten“) entstanden und zum Teil nur mühsam politisch durchgesetzt wurden: die  Umwandlung der Hauptschule in eine Schule mit „Abweichender Organisationsform“ in den 80iger Jahren und die Umwandlung unserer Schule in eine „Integrierte Haupt-Realschule“ vor acht Jahren.

Beständig beteiligten wir uns an Initiativen, die eine pädagogische Veränderung im Inneren der Schule zur Folge hatten, so z. B. der Beitritt zum Arbeitskreis „Blick über den Zaun“ (BüZ) oder dem Tandemprojekt der Stiftung Brandenburger Tor oder mitbegründeten diese, wie z.B. das IHK – Projekt „Zwei Welten begegnen sich“.

Unsere bisherige Arbeit wurde mehrfach anerkannt, so z. B. 1988 die Auszeichnung der Berliner Initiative „Gemeinsam Kinder stark machen“, 1999 der 4. Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Hauptschule macht Schule“, 2003 die Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille und 2007 der 3. Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Deutsch-Olympiade“. Beim "Deutschen Schulpreis" kamen wir unter die letzten 20.

Die Entwicklung unserer Anmeldezahlen zeigt, dass wir inzwischen auch von der Elternschaft angenommen werden. So hatten wir zum Schuljahr 2009/10 für 100 zu vergebende Schulplätze 125 Anmeldungen (10% gymnasialempfohlene Schüler/innen + 60% realschulempfohlenen + 30 %  hauptschulempfohlenen Schüler/innen). Inzwischen haben wir über 200 Anmeldungen pro Schuljahr, für das Schuljahr 2015/16 waren es 223.

Der konsequente nächste Schritt war demnach, die gemachten Erfahrungen einzubringen und Anstrengungen zu unternehmen eine Schule für alle Bildungsabschlüsse in einer Hand zu werden und somit auch die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe. Mit dem ersten Abiturjahrgang 2015/16 haben wir uns einen großen Wunsch erfüllt und die Schülerinnen und Schüler tun es hoffentlich ebenfalls.

Dies bedeutet ausdrücklich nicht, sich von dem Umgang und der Arbeit mit Schülern aus sozial benachteiligten Verhältnissen zu verabschieden!

Vielmehr wird eine Drittelung der Schülerschaft (nach bisheriger Grundschulempfehlung) angestrebt.