"Gemeinschaftsschule" ist ein Modellprojekt im Land Berlin.
Näheres dazu auf der Seite des Schulsenats
Grundlegende Ziele der Gemeinschaftsschule
Auf dem Weg in die Gemeinschaftsschule
Auf zum „Neuen Ufer“
Einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung und letztendlich zur Teilnahme am Pilotprojekt „Gemeinschafsschule“ hat die Mitgliedschaft im Arbeitskreis „Blick über den Zaun“1 geleistet. Im Zusammenhang mit der Verleihung des Theodor Heuss Preises2, den wir 2003, gemeinsam mit fünf anderen Schulen aus Deutschland erhielten, entstand der Kontakt zum damals noch aus 15 Schulen bestehenden Arbeitskreis, dem wir dann auch als Schule beitraten. Durch die regelmäßigen Treffen in reformpädagogisch orientierten Schulen, den zentralen Tagungen und nicht zuletzt durch den Schulbesuch des Arbeitskreises in unserer Schule, erhielten wir entscheidende Impulse für unsere weitere Arbeit. So sahen wir immer wieder gelungenen jahrgangsübergreifenden Unterricht, gelungenen Projektunterricht und verstanden gleichzeitig auch, dass auch diese Schulen „nur mit Wasser kochen“ und das auch nie anders darstellten.
Inzwischen sind wir seit zwei Jahren Gemeinschaftsschule. In diesen zwei Jahren wurde an einem neuen Schulkonzept mit einem enormen Engagement in verschiedensten Arbeitsgruppen gearbeitet. Fast jeder Kollege war in irgendeiner Form an der Planung und Umsetzung des neuen Schulkonzeptes beteiligt. Vor allem mussten wir die Eltern finden, die sich mit dem Konzept einer „Schule für alle“, identifizieren - Eltern, die uns ihre Kinder anvertrauen, mit dem Glauben daran, dass wir allen Kindern ihren individuellen Lernerfolg möglich machen: den Integrationskindern, den Hauptschülern, Realschülern und denen, die sogar das Abitur ablegen könnten und zwar alle in einer Klasse! Es entstand ein Ganztagsschulkonzept mit einer bewegten Pause für alle Schüler, einer verbindlichen Mittagsversorgung im Rahmen einer gebundenen Ganztagsschule – einschließlich eines vielfältigen Wahlpflichtangebotes. Darüber hinaus wurden, bis auf Mathematik, Englisch, Arbeitslehre und Sport, alle Kernfächer in den täglich stattfindenden Projektunterricht gegeben, so dass fächerübergreifend an übergeordneten Themen gearbeitet wird. Und es hat geklappt. Wir haben viele Eltern und Schüler überzeugt. Die weit mehr als 100 Anmeldungen (für die neuen vier 7.Klassen brauchten wir ja 100 Schüler) führten sogar dazu, dass wir realschulempfohlene Schüler ablehnen mussten, um ein Schule für alle - auch für die Hauptschüler - zu bleiben. Die Anmeldungen von 10% gymnasialempfohlenen Schüler stimmte uns sehr zuversichtlich. Aufgrund dieser Anmeldezahlen wurde aus einer dreizügigen Schule, beginnend mit den 7. Klassen in diesem Schuljahr eine vierzügige, die im kommenden Schuljahr in die Jahrgangsmischung 7/8 übergehen wird. Wir konnten auch einige Kollegen neu hinzugewinnen, die sich in mit hohem Einsatz in ihre „neue Aufgabe“ stürzen.
Es mag nur eine Randbemerkung wert sein, aber: Neben all den Planungen, Diskussionen, der zu leistenden Überzeugungsarbeit und der Umorganisation des Schulbetriebes (momentan laufen die integrierte OH/OR und die Gemeinschaftsschule im Ganztagsbetrieb parallel) mussten wir auch den Umzug der gesamten Schule in ein neues Schulgebäude organisieren und die Adresse spricht für sich selbst:
„Neues Ufer 6“, 10553 Berlin
1 www.blickueberdenzaun.de
2 Ehre für Underdog; Heinrich-von-Stephan-Schule erhält Theodor-Heuss-Medaille für vorbildliches pädagogisches Konzept; taz Berlin lokal Nr. 7030 vom 14.4.2003

