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Kunstausstellungen

An der Heinrich-von-Stephan-Oberschule finden seit 1986 regelmäßig Kunstausstellungen mit Werken Berliner Künstler statt. Hintergrund dieser Aktion ist es, Schülern gegenwärtige Kunst näher zu bringen. Neben dem rein kunster- zieherischen Aspekt, stand auch, die SchülerInnen mit „Fremden“ zu konfrontieren. Dieses (ästhetisch) in aller Regel „Fremde“ sollte, nicht zuletzt durch die Beschäftigung mit den Künstlern vertrauter werden.
Diese Ausstellungen sind keine Verkaufsausstellungen, sondern basieren auf der Freiwilligkeit der Künstler, ihre Werke bereit zu stellen. Wir stellen allerdings die Bedingung, dass sich der Künstler zu Gesprächen mit den Schülern bereit erklärt.

Die ursprüngliche Idee dazu entwickelte sich aus der Erfahrung, dass Schüler von sich aus wenig Zugang zu Kunst generell haben, geschweige denn in ihrem späteren Leben von sich aus Museen oder Galerien besuchen. So wollten wir die Schüler nicht in Museen führen, sondern die Kunst zu den Schülern bringen. Der Ort ist dafür besonders geeignet. Die Bilder hängen in einer großen Aula und sind neben den Besprechungen im Kunstunterricht auch sonst während des Musikunterrichts, der in diesem Raum stattfindet, zu sehen. Bisher entstanden zu jeder Ausstellung Werke der Schüler, die im Zusammenhang mit diesen Bildern standen, so dass bei dem Gesprächstermin mit dem Künstler immer ein reger Austausch zwischen den Bildern, den Schülerarbeiten und nicht zuletzt mit dem Menschen, der diese Arbeiten geschaffen hat entstand. Auch wenn die Erfahrungen mit den jeweiligen Künstlern sehr unterschiedlich waren, so bleibt doch eins immer zu erwähnen:
Durch den Kontakt mit Menschen, die mit Leib und Seele eine bestimmte Arbeit tun, ließ sich die Wertschätzung der Schüler für ihre eigenen Arbeiten erhöhen und ein Verständnis auf Seiten der Schüler gegenüber Bildender Kunst entstehen.