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MGB Impuls² am Martin-Gropius-Bau

Seit mehreren Jahren nehmen Schüler*innen der Klassen J6 und M1 an einem beeindruckenden und kraftvollen Kunstprojekt im Martin-Gropius-Bau teil.

Zum Film und der Projektdarstellung hier..

 

Schülerinnen und Schüler beschreiben einzelne Kunstwerke , die sie besonders beeindrucken!

 

Wir bedanken uns bei den verantwortlichen KunstpädagogInnen und der Leitung des MGB!

 

Weitere Informationen zum MGB und zu den Projekten finden Sie hier.

 

 

 

„Kulturagenten für kreative Schulen Berlin“

Die HvS nimmt seit März 2016 offizielle am Kreativ-Projekt "Die Kulturagenten" teil.

 

 

Unsere Schule ist für das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen Berlin" ausgewählt worden. Das Programm der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin, die Forum K&B GmbH sowie die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator und läuft über vier Jahre bis 2019 an insgesamt 36 Grund- und weiterführenden Schulen in Berlin.

 

„Kulturagenten für kreative Schulen“ möchte bei Schüler*innen Neugier an den Künsten wecken und die Teilhabe an Kunst und Kultur zu einem festen Bestandteil ihres Alltags machen. Das Erleben und Erproben von künstlerischen Prozessen hilft Kindern und Jugendlichen dabei, eigene Stärken zu entdecken und unterstützt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Daher sind künstlerische Projekte, die von den Schulen gemeinsam mit den Kulturagent*innen, assoziierten Künstler*innen und Kulturinstitutionen entwickelt werden, ein zentraler Bestandteil des Programms.

 

Die Kulturagent*innen unterstützen die Schulen dabei, langfristige Kooperationen mit Künstler*innen sowie Kulturinstitutionen aufzubauen und eigene Formate der kulturellen Bildung zu entwickeln. Für die Umsetzung der Projekte können die Schulen jährlich ein sogenanntes „Kunstgeld“ beantragen.

 

Für dieses Halbjahr konnten wir bereits ein Projekt mit der Moabiter Künstlerin Claudia Hartwig initiieren, die mit Schüler*innen der J-Klassen in Gatow Objekte aus Naturmaterialien erstellt.

Zudem sind Kooperationen mit der Universität der Künste angelaufen, darunter das Projekt „Madama Butterfly“, bei dem sich interessierte Schüler*innen der Oper von Puccini unter Vermittlung von japanischen und Berliner Studentinnen mit verschiedenen künstlerischen Methoden annähern konnten. Der abschließende Höhepunkt war der gemeinsame Besuch der Inszenierung der Berliner Staatsoper.

 

Doch wir stehen erst am Anfang – zusammen mit unserer Kulturagentin Katharina Stahlhoven laden wir interessierte Kolleg*innen, Eltern und Schüler*innen herzlich ein, sich mit uns auf den Weg zur kreativen Schule zu begeben und einen „Kulturfahrplan“ für die Heinrich-von-Stephan-Schule zu entwickeln.

 

Das nächste Treffen der Kultur AG findet am 30.05. von 16:00-18:00 Uhr in Raum 224 statt.

Die verschiedenen Projekte werden nach und nach an dieser Stelle vorgestellt.

 

Heinrich goes Oper!

Das Projekt „Madama Butterfly“ zur Oper von Giacomo Puccini war ein voller Erfolg. Die 17 freiwilligen Schüler*innen der J-Klassen arbeiteten vom 29. April bis zum 3. Mai gemeinsam mit Studentinnen der Universität der Künste und japanischen Austauschstudentinnen der Seinan Gakuin Universität. Gemeinsam mit Tobias Daniel Reiser und Aya Wilde (Junge Staatsoper Berlin) erarbeiteten sich die Schüler*innen die italienische Perspektive auf eine japanisch und amerikanische Geschichte im praxisorientierten Workshop. Die Oper erfüllte unsere Aula und gemeinsam wurde gesungen und szenisch das Stück erkundet. Bewegung und Schwingung öffnete die Gruppe für ein gemeinsames Arbeiten.

Im Fokus des transkulturellen Austauschs stand ein Kennenlernen der japanischen Kultur. In den Räumen der grund_schule der künste geleitet von Conrad Rodenberg trafen die Schüler*innen der Heinrich-von-Stephan Gemeinschaftsschule auf die deutschen und japanischen Studentinnen. Eine Verbindung zwischen den Schüler*innen und den Japanerinnen entstand auf Anhieb. Auf Englisch und mit Selfies gestaltete sich diese erste Begeg-nung. „Am tollsten fand ich die Japanerinnen.“, sagt Till aus der J2.

Eine andere, lebendige Lernform eröffnete sich im praktischen Erfahren mit allen Sinnen: Musizieren, Origami, Teezeremonie, Kalligrafie, Schattenspiel, Gedichte schreiben und Bewegungstanz stellten ein überzeugendes, vielfältiges Angebot der Kultur. Das künstlerische Angebot ermöglichte einen nonverbalen Austausch, durch den die zwischenmenschliche Verbindung gestärkt werden konnte. „Die Teezeremonie war so schön. Die japanische Kultur ist dabei so höflich.“, fasst Seren (J6) zusammen.

So war die Gruppe in der Thematik gefestigt und ging gemeinsam gestärkt in die Operninszenierung. Der Abend spiegelte sich in glänzenden Augen wider. „Wenn Sie das noch einmal machen, Frau Flores, möchte ich wieder mit.“, fordert Maxim (J3). Alle Beteiligten stellen fest: Wir wollen gerne mehr davon!

P. Flores

Link zum Websidebeitrag der UdK:

www.grundschulekunstbildung.de/allgemein/oper-remixed-eine-transkulturelle-begegnung-zwischen-kunst-und-bildung

Kunstausstellungen

An der Heinrich-von-Stephan-Oberschule finden seit 1986 regelmäßig Kunstausstellungen mit Werken Berliner Künstler statt. Hintergrund dieser Aktion ist es, Schülern gegenwärtige Kunst näher zu bringen. Neben dem rein kunster- zieherischen Aspekt, stand auch, die SchülerInnen mit „Fremden“ zu konfrontieren. Dieses (ästhetisch) in aller Regel „Fremde“ sollte, nicht zuletzt durch die Beschäftigung mit den Künstlern vertrauter werden.
Diese Ausstellungen sind keine Verkaufsausstellungen, sondern basieren auf der Freiwilligkeit der Künstler, ihre Werke bereit zu stellen. Wir stellen allerdings die Bedingung, dass sich der Künstler zu Gesprächen mit den Schülern bereit erklärt.

Die ursprüngliche Idee dazu entwickelte sich aus der Erfahrung, dass Schüler von sich aus wenig Zugang zu Kunst generell haben, geschweige denn in ihrem späteren Leben von sich aus Museen oder Galerien besuchen. So wollten wir die Schüler nicht in Museen führen, sondern die Kunst zu den Schülern bringen. Der Ort ist dafür besonders geeignet. Die Bilder hängen in einer großen Aula und sind neben den Besprechungen im Kunstunterricht auch sonst während des Musikunterrichts, der in diesem Raum stattfindet, zu sehen. Bisher entstanden zu jeder Ausstellung Werke der Schüler, die im Zusammenhang mit diesen Bildern standen, so dass bei dem Gesprächstermin mit dem Künstler immer ein reger Austausch zwischen den Bildern, den Schülerarbeiten und nicht zuletzt mit dem Menschen, der diese Arbeiten geschaffen hat entstand. Auch wenn die Erfahrungen mit den jeweiligen Künstlern sehr unterschiedlich waren, so bleibt doch eins immer zu erwähnen:
Durch den Kontakt mit Menschen, die mit Leib und Seele eine bestimmte Arbeit tun, ließ sich die Wertschätzung der Schüler für ihre eigenen Arbeiten erhöhen und ein Verständnis auf Seiten der Schüler gegenüber Bildender Kunst entstehen.